{"id":2781,"date":"2015-10-14T10:01:01","date_gmt":"2015-10-14T10:01:01","guid":{"rendered":"http:\/\/tibetfreunde.ch\/en\/?p=2781"},"modified":"2016-10-14T11:22:11","modified_gmt":"2016-10-14T11:22:11","slug":"exhibition-sam-dzong-a-village-moves-manuel-bauer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/oldtibetfreunde.interweavers.ch\/en\/exhibition-sam-dzong-a-village-moves-manuel-bauer\/","title":{"rendered":"(2015) Exhibition: Sam Dzong &#8211; A Village Moves &#8211; Manuel Bauer"},"content":{"rendered":"<p>The following article has not been translated and is only available in German:<\/p>\n<h3>Eine Ausstellung im COALMINE Forum f\u00fcr Dokumentarfotografie fand 2015 Statt.<\/h3>\n<p>Die COALMINE pr\u00e4sentiert den Publikumspreis des Greenpeace Photo Award 2014 in Zusammenarbeit mit Greenpeace und in Medienpartnerschaft mit \u00abGEO\u00bb.<\/p>\n<p>Als Folge der globalen Klimaerw\u00e4rmung fehlt dem nepalesischen Dorf Sam Dzong mit seinen<br \/>\n85 Einwohnern das Wasser. Nun m\u00fcssen die Bewohner ihre seit Generationen angestammte<br \/>\nHeimat an der tibetischen Grenze verlassen und sich mit all ihrem Hab und Gut ein neues<br \/>\nZuhause suchen \u2013 ein moderner Exodus. Das Projekt \u00abSam Dzong \u2013 Ein Dorf zieht um\u00bb von<br \/>\nManuel Bauer (*1966, lebt und arbeitet in Winterthur) ist wesentlich mehr als eine<br \/>\nfotografische Dokumentation. Berichterstattung und aktives Handeln sind darin eng<br \/>\nverwoben. Der Fotograf ist der Publikumspreistr\u00e4ger des Greenpeace Photo Award 2014.<br \/>\nDas COALMINE Forum f\u00fcr Dokumentarfotografie zeigt die preisgekr\u00f6nte Reportage.<\/p>\n<p>Als der Fotograf Manuel Bauer 2008 zum ersten Mal nach Mustang fand, wollte er eigentlich<br \/>\nbloss das lange f\u00fcr Reisende gesperrte ehemalige K\u00f6nigreich besuchen. Doch eines Nachts<br \/>\nstanden drei M\u00e4nner aus dem entlegenen Dorf Sam Dzong vor seiner T\u00fcr. Sie hatten erfahren,<br \/>\ndass in Mustang ein Mann weilte, der den Dalai Lama im Unterhemd gesehen habe. Also<br \/>\nmusste er wichtig sein und f\u00fcr sie \u2013 Buddhisten tibetischer Abstammung \u2013 der richtige, um ihre Verzweiflung anzuh\u00f6ren: dass die Wasserknappheit ihre Felder seit mehreren Jahren<br \/>\nverdorren liess. Das Wort \u00abKlimawandel\u00bb fehlte in ihrem Wortschatz. Dieser bewirkt, dass die<br \/>\neinst ergiebigen Quellen mehr und mehr austrocknen, mit der Konsequenz, dass die Bauern<br \/>\nihre Felder nicht mehr w\u00e4ssern und ihre Familien nicht mehr ern\u00e4hren k\u00f6nnen. Sie sind der<br \/>\nKollateralschaden einer Entwicklung, die irgendwo in weiter Ferne stattfindet.<\/p>\n<p>Der M\u00f6nch Lama Ngawang Kunga Bista aus Mustang und Manuel Bauer haben sich daraufhin<br \/>\nentschieden, die Menschen von Sam Dzong bei ihrem Umzug in eine bessere Zukunft zu<br \/>\nunterst\u00fctzen. Der K\u00f6nig von Mustang schenkte das Land f\u00fcr die Umsiedlung, gelegen auf<br \/>\n3&#8217;800 Metern \u00fcber Meer, in der n\u00f6rdlichsten Ecke des ehemaligen K\u00f6nigreichs Mustang.<br \/>\nAllerdings war dieses Land von hunderten teils mannshohen Findlingen \u00fcbers\u00e4t und somit<br \/>\nunbrauchbar. Manuel Bauer sammelte in der Folge mit Vortr\u00e4gen in der Schweiz<br \/>\nSpendengelder f\u00fcr die R\u00e4umungsarbeiten.<\/p>\n<p>Die Menschen von Sam Dzong machten darauf das ger\u00e4umte Land urbar und bauten ihre<br \/>\nneuen H\u00e4user. Die daf\u00fcr n\u00f6tigen Lehmziegel stellen sie in Handarbeit her. Doch das Holz f\u00fcr<br \/>\nden Bau ist in der ariden Landschaft auf 4000 Metern H\u00f6he Mangelware und muss zu einem<br \/>\ngrossen Teil aus tieferen Regionen importiert werden. Die dabei anfallenden Kosten konnten<br \/>\ndie Bauern unm\u00f6glich \u00fcbernehmen. Lama Ngawang und Manuel Bauer haben sich<br \/>\nentschlossen, die Menschen von Sam Dzong in dieser Situation nicht alleine zu lassen. Mit<br \/>\neinem Artikel des Journalisten Christian Schmidt mit Bildern von Manuel Bauer im DAS<br \/>\nMAGAZIN konnte dank grossz\u00fcgiger Spenden das Bauholz finanziert werden.<\/p>\n<p>Der Bau von 18 H\u00e4usern ist mittlerweile abgeschlossen. Am 19. Mai 2015 konnte das neue<br \/>\nDorf Namashung eingeweiht werden. Hochwasserschutz f\u00fcr das Dorf, das Planieren der<br \/>\nFelder, der Bew\u00e4sserungskanal, die Trinkwasserversorgung und die Hofmauern f\u00fcr die Tiere<br \/>\nm\u00fcssen noch bew\u00e4ltigt werden.<\/p>\n<p>Peter Pfrunder, Direktor der Fotostiftung Schweiz und Leiter der internationalen Jury des<br \/>\nGreenpeace Photo Award 2014, schreibt: \u00abManuel Bauers Projekt ist wesentlich mehr als<br \/>\neine fotografische Dokumentation. Berichterstattung und aktives Handeln sind darin eng<br \/>\naneinandergekoppelt, und der Fotograf ist teilnehmender Beobachter im besten Sinn: Seinen<br \/>\nRecherchen und Bildern ist es zu verdanken, dass er die Wassernot der Dorfbewohner und die<br \/>\nverzweifelte Suche nach einem Ausweg als leicht verst\u00e4ndliche, dramatische, aber auch<br \/>\nber\u00fchrende Geschichte erz\u00e4hlen kann. Bereits bisher konnte er damit beachtliche<br \/>\nUnterst\u00fctzung und materielle Hilfe mobilisieren. Das Vertrauen der portr\u00e4tierten Menschen,<br \/>\ndie gekonnte Veranschaulichung komplexer Zusammenh\u00e4nge sowie eine tiefe Faszination f\u00fcr<br \/>\ndie Sch\u00f6nheiten von Natur und Kultur \u2013 all dies zeichnet Manuel Bauers Fotoarbeit aus. Sam<br \/>\nDzong wird darin zu einem exemplarischen Fall, einer Metapher f\u00fcr viele \u00e4hnliche Klima-<br \/>\nNotf\u00e4lle auf der ganzen Welt\u00bb.<\/p>\n<p>Das COALMINE Forum f\u00fcr Dokumentarfotografie zeigt die preisgekr\u00f6nte Reportage in \u00fcber<br \/>\nf\u00fcnfzig Bildern. Eine Lounge mit Videos und Dokumentationsmaterial l\u00e4dt zur Vertiefung ein.<br \/>\nDie Ausstellung wird von Sascha Renner kuratiert.<br \/>\nMit grossz\u00fcgiger Unterst\u00fctzung durch die Stanley Thomas Johnson Stiftung, Nikon Schweiz<br \/>\nund B\u00fcro TM.<\/p>\n<p>COALMINE<br \/>\nTurnerstrasse 1<br \/>\n8400 Winterthur<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.coalmine.ch\" target=\"_blank\">www.coalmine.ch<\/a><br \/>\n<a href=\"mailto:info@coalmine.ch\">info@coalmine.ch<\/a><\/p>\n<p><strong>Biografie<\/strong><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-full wp-image-5660\" src=\"https:\/\/oldtibetfreunde.interweavers.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/2014-02-12-16-55-18-BK.jpg\" alt=\"2014-02-12-16-55-18-BK\" width=\"350\" height=\"350\" \/>Nach seiner Ausbildung zum Werbefotografen wandte sich Manuel Bauer (*1966) dem<br \/>\nFotojournalismus zu und spezialisierte sich auf Langzeitprojekte. Seit 1989 fotografiert er f\u00fcr<br \/>\ninternationale Medien in Indien, der tibetischen Diaspora und in Tibet. Internationale<br \/>\nBekanntheit erlangte er durch seine Reportage \u00abFlucht aus Tibet\u00bb; als bisher einzigem<br \/>\nFotograf gelang es Bauer, die Flucht von Tibetern vollst\u00e4ndig von Lhasa bis nach Indien zu<br \/>\ndokumentieren. Seit 2001 begleitet er auf bislang \u00fcber 50 Reisen den Dalai Lama als offizieller Fotograf. Zahlreiche Ausstellungen, Buchpublikationen und Auszeichnungen im In- und Ausland. Rege Vortragst\u00e4tigkeit. Dozent am Medienausbildungszentrum MAZ Luzern und am Institut f\u00fcr Angewandte Medienwissenschaft IAM der Z\u00fcrcher Hochschule f\u00fcr Angewandte Wissenschaften ZHAW.<\/p>\n<p>Manuel Bauer besucht Mustang regelm\u00e4ssig und unterst\u00fctzt Sam Dzong seit 2010. Er<br \/>\nsammelt mit Vortr\u00e4gen und Publikationen Spenden f\u00fcr Sam Dzong.<\/p>\n<p>Mehr \u00fcber Manuel Bauer und Sam Dzong<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/www.manuelbauer.ch\" target=\"_blank\">www.manuelbauer.ch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.samdzong.org\" target=\"_blank\">www.samdzong.org <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.dalailama-archives.org\" target=\"_blank\">www.dalailama-archives.org<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Die Partnerschaft \u2013 Greenpeace Photo Award<\/strong><\/p>\n<p>Die COALMINE pr\u00e4sentiert den Publikumspreis des Greenpeace Photo Award 2014 in<br \/>\nZusammenarbeit mit Greenpeace. Greenpeace sucht einen neuen Blick auf \u00f6kologische<br \/>\nThemen. In Medienpartnerschaft mit dem Reportagemagazin GEO wurde der diesj\u00e4hrige<br \/>\nGreenpeace Photo Award zum Thema Umwelt \u00f6ffentlich ausgeschrieben. Nicht fertige<br \/>\nFotoarbeiten wurden gesucht, sondern noch nicht ver\u00f6ffentlichte Fotoprojekte.<br \/>\nAus den \u00fcber hundert eingereichten Arbeiten von professionellen Fotoschaffenden aus der<br \/>\nSchweiz und Deutschland wurden von einer Jury (Peter Pfrunder, Direktor der Fotostiftung<br \/>\nSchweiz, Ingo Taubhorn, Kurator Deichtorhallen Hamburg, und Ruth Eichhorn, Bildchefin<br \/>\nGEO) acht Projekte nominiert und auf www.photo-award.org der \u00d6ffentlichkeit vorgestellt.<br \/>\n\u00dcber 6000 Besucherinnen und Besucher haben sich an der Abstimmung beteiligt. Die meisten<br \/>\nStimmen erhielt Manuel Bauer. Sein Projekt gewann den Publikumspreis von 8000 Euro.<br \/>\nZus\u00e4tzlich wurden von der Jury zwei Jurypreise \u00e0 je 10 000 Euro an Uwe H. Martin und<br \/>\nDmitrij Leltschuk verliehen. Beide Projekte werden in der COALMINE vom 22. Januar bis 24.<br \/>\nM\u00e4rz 2016 ausgestellt. Die von Greenpeace finanzierten Preise werden von den Fotografen<br \/>\nf\u00fcr die Umsetzung ihrer Projekte verwendet. 2016 werden die Jurypreise in GEO<br \/>\nver\u00f6ffentlicht, der Publikumspreis erscheint im Greenpeace Magazin.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>The following article has not been translated and is only available in German: Eine Ausstellung im COALMINE Forum f\u00fcr Dokumentarfotografie fand 2015 Statt. Die COALMINE pr\u00e4sentiert den Publikumspreis des Greenpeace Photo Award 2014 in Zusammenarbeit mit Greenpeace und in Medienpartnerschaft mit \u00abGEO\u00bb. 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